|
|
|
Das Museum
|
Zur Geschichte des Werdenfelser Heimatmuseums
|
![]() |
Zur Geschichte des Werdenfelser Heimatmuseums Das Museum wurde 1895 durch den Direktor der Fachschule für Holzschnitzerei,
Anton Kiendl, gegründet und zwar als "Muster- und Altertümersammlung";
ähnliche Begründungen bildeten im 19. Jahrhundert vielfach die
Motivation für Museumsgründungen, z. B. auch beim Bayerischen
Nationalmuseum in München. |
![]() |
Das Gebäude stellt sich als ansehnliches Bürger- und Handelshaus
dar, in seinen Formen zunächst eher zeitlos, trägt es Züge,
die sich vom 17. Jahrhundert her bestimmen lassen. Die Geschichte des
Baus ist noch ungenügend erforscht, sodaß sich zum Teil nur
vorläufige Aussagen machen lassen. Ist, wie gesagt, der heutige Gesamteindruck
des Äußeren und Teilen des Inneren, vor allem im Erdgeschoß
dem 17. Jahrhundert zu verdanken, so ist im Mauerwerk doch viel ältere,
vor allem mittelalterliche Bau substanz enthalten, die sich auch in den
Hochbau erst recken dürfte. |
|
Der Museumsbau insgesamt ist ein zweiteiliges Gebäude, das aus "Vorder-" und "Hinter"-Haus besteht, dessen Längsachse ziemlich genau in Nord-Südrichtung verläuft. Dem nördlichen dreigeschoßigen Hauptbau ist südlich ein um ein Geschoß niedrigerer Bau vorgelagert, dem seinerseits, nochmals südlich, ein schupfenartiges, ursprünglich wohl landwirtschaftlich genutztes Nebengebäude beigegeben ist. Die Hauptfassade, an der Nordseite zur Ludwigsstraße, ist vierachsig, wodurch das Portal nicht mittig eingelassen werden konnte, sondern in der zweiten Achse von rechts liegt. Der Giebel ist ausgebaut; das Gebäude ist glatt verputzt mit ziegelroter Färbung, die Fensterfaschen sind weißgrau abgesetzt. Das Portal ist mit einer Natursteinfassung gerahmt, die mit zwei Pilastern mit Kapitellen gegliedert ist, auf denen eine Giebelverdachung aufliegt. In deren Scheitel ist eine - leere - Nische mit Sockel eingelassen. Zwischen den Obergeschoßen ist eine barocke Kartusche mit der Darstellung der hl. Familie angebracht, darüber ein - ziemlich verblaßtes Fresko, wohl ursprüng lich aus dem 18. Jahrhundert, den Hl. Antonius mit dem Jesuskind und einem Engel darstellend, darunter eine (Teil-) Ansicht von Partenkirchen. Die freiliegende Ostseite des Hauptgebäudes verläuft über abfallendem Gelände zu sechs Achsen, die jedoch ungleichmäßig durchzogen sind. Ein Rundbogenportal diente wohl zur Aufnahme der Waren des Handelskontors. Das südliche Rückgebäude zu vier Achsen, weist einen Rückschwung über dem Erdgeschoß auf; die Südseite zu drei Achsen besitzt eine große Einfahrt mit Nagelfluheinfassung als Rundbogenportal; im großen Zweiflügeltor ist ein Binneneingang ausgeschnitten. Im Innern dürfte sich allem Anschein nach die ursprüngliche Raumeinteilung (17. Jh.) weitgehend erhalten haben, wenn sie auch an einigen Stellen durch Umbaumaßnahmen verunklart ist. Der heutige Vorraum (1) war Laden- und Verkaufsraum, wenn er auch nicht mehr in seinem ursprünglichen Zuschnitt erhalten ist. Der Abgang zum Untergeschoß ist achsial zum Hauptraum angelegt; dieses, an sich nur ein relativ kleiner Raum, bildet eine Querachse und ist tonnengewölbt. Darüber liegt im Erdgeschoß der Seitenausgang, der geradewegs zur alle Geschoße durchziehenden Schachttreppe führt, die, annähernd quadratisch, vierläufig angelegt ist. Zwischen Vorder- und Rückbau ist nochmals, in voller Firsthöhe, ein Schacht angelegt, um die Lichtzufuhr zu gewährleisten; er ist heute jedoch überdacht. Durch das Vorderhaus führt - nahezu in der Mittelachse - zu etwa zwei Drittel der Gesamtlänge ein tonnengewölbter Gang, der südlich zur Hälfte in halber Länge durch einen ebenso tonnengewölbten Raum (jetzt Krippenraum) flankiert ist. |
|
|
|
|