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| Andachtsbild: Kleines Bild mit religiösen Darstellungen, in Holzschnitt- oder Kupferstichtechnik hergestellt, oft auch koloriert, zum Einlegen in Gebetbücher bestimmt. | |
| Bauernmöbel: In bestimmten Gegenden und Ortschaften des Alpengebietes wurden seit dem 2. Drittel des 18. Jh. Möbel farbig mit bildlichen, zumeist religiösen Darstellungen und Dekorationen bemalt, wohl unter italienischer und osteuropäischer Einwirkung. Dekorationselemente erhielten sich gleichbleibend bis weit ins 19. Jh. Zentren für Bauernmöbel waren etwa in Oberbayern Tölz, Miesbach und die Gegend um den Irschenberg, die damit weithin Export betrieben. | |
| Christkind, Jesulein, Trösterlein: Figuren des Jesuskindes, die der (privaten) Andacht dienten. In Klöstern oder an Wallfahrtsorten sind solche Darstellungen zum Kultbild geworden und reproduziert worden (z. B. sog. "Prager Jesulein", "Salzburger Christkindl", "Loretokindl" u.a.). Sehr beliebt waren solche Christkinder in der Volksfrömmigkeit seit dem 17. Jh. | |
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Eingericht: In einen gläsernen Behälter ist ein bildlicher Gegenstand aus textilen Elementen, Holzspänen oder Draht in raffinierter Weise hineinpraktiziert: beliebt in der süddeutschen Volkskunst seit dem 17. Jh. |
| Fatschenkindl: Eine in der Volkskunst seit der Barockzeit beliebte Darstellung des Jesuskindes, das, den ganzen Körper vollständig gewickelt (= "gefatscht"), zumeist in einem kunstvoll verzierten (Glas-) Schrein liegt. | |
| "Heiliger Wandel": Beliebte, volkstümliche, zumeist (klein-) plastische Darstellung der Hl. Familie (Joseph, Maria und Jesuskind) im 17. und 18. Jh., wobei die Gestalten gehend, (= "Wandel") dargestellt werden. | |
| Hinterglasbild: Im Gegensatz zur eigentlichen Glasmalerei, die mit gefärbtem und gebranntem Glas arbeitet, wird beim Hinterglasbild die Rückseite einer- Glasscheibe seitenverkehrt bemalt, zumeist nach Vorlagen, die in hoher Zahl wiederholt wurden. Hinterglasbilder wurden in Heimarbeit als Nebenerwerb hergestellt. Zentren waren das Staffelseegebiet, Oberammergau und im Bayerischen Wald. | |
| Immaculata: (lat.: Die Makellose): Darstellung, vor allem in der Barockzeit, Mariens der Mutter Jesu im Sinne der dogmatischen Aussage, daß sie, kraft besonderer Erwählung durch Gott, frei von der Erbschuld sei. Dargestellt, zumeist mit Strahlen oder Sternenkranz um das Haupt, auf einer Weltkugel der Schlange (= das Böse) den Kopf zertretend. | |
| Intarsie(n): Kunstvolle Einlege- und Furniertechnik bei hochwertigen Möbeln seit der Spätgotik. | |
| Klosterarbeiten: Kunstgewerbliche Erzeugnisse, die deshalb ihren Namen tragen, weil sie u. a. in Klöstern erzeugt werden konnten, ohne die Gesetzlichkeiten und Bestimmungen der Zünfte zu verletzen. Durch Sticken, Kleben und Applizieren werden mit Golddraht, Goldfaden, Flitter, Pailletten und anderen kleinteiligen Elementen rahmende Gebilde für Bildchen, Reliquen oder Figürchen hergestellt, die damit ein kostbares Gesamtgebilde herstellen, das der privaten Andacht dient oder als Schaubild auch Altäre bereichern kann. Die Blütezeit der Klosterarbeiten liegt in der Barockzeit, reicht nachwirkend aber bis ins 20. Jh. | |
| Pietä: Darstellung Marias mit dem Leichnam Christi auf dem Schoß. | |
| Putto: (Mehrzahl: Putten): Figur eines, zumeist nackten Kindes, das auch mit Flügeln versehen sein kann und als Begleitfigur an Altären oder Heiligenstatuen angebracht ist. Vielfach auch nur als Köpfchen ausgebildet, spielt der Putto in der Barockkunst des 17. und 18. Jh. eine große Rolle. | |
| Rocaille: Muschel- oder grottenartiges, gebrochenes Gebilde, das als Dekorationselement in der Kunst des Rokoko (18. Jh.) Verwendung fand. | |
| Votiv: Wächserner, hölzerner, metallener Gegenstand, vielfach eines menschlichen Körperteils. Das Votiv wurde als Dank für Gebetserhörung und Gesundung an einen Wallfahrtsort gestiftet. | |
| Votivbild ("Votivtaferln"): Kleine Darstellung einer oder mehrerer Personen, die für erlangte Hilfe danken, die sie durch Gott, Maria oder einen Heiligen, wie sie an einem Wallfahrtsort verehrt werden, erhalten haben. Zumeist in laienhaft-naiver Weise ausgeführt; an Wallfahrtsorten in großer Zahl zu finden. | |
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